Konsequenzen für ARS

Für die Surveillance stellt die Heterogenität der Methoden und Normen im Hinblick auf die Vergleichbarkeit von Testergebnissen aus verschiedenen Laboratorien eine große Herausforderung dar. Der zunehmende Einsatz von Testautomaten bietet hier Chancen, weil dadurch in zunehmendem Maße auch quantitative Ergebnisse - die gemessenen MHK-Werte - für die Surveillance verfügbar werden. Seit 2010 ist zu beobachten, dass die an ARS teilnehmenden Labore sukzessive auf die Anwendung der EUCAST-Norm umstellen und damit eine weitere Standardisierung der Resistenzdaten erreicht wird.

Anzahl Labore nach Jahr und Norm Anzahl Labore nach Jahr und Norm Quelle: © Robert Koch-Institut

  • ARS macht keine Vorgaben, welche Verfahren zur Erregeridentifizierung und zur Empfindlichkeitsprüfung einzusetzen sind.
  • ARS macht keine Vorgaben hinsichtlich des Datenniveaus; es werden sowohl qualitative (SIR-Bewertungen) als auch quantitative Resistenzergebnisse akzeptiert.
  • ARS wirbt nachdrücklich bei den teilnehmenden Laboratorien dafür, gemessene MHK-Werte als Ergebnisse zu übermitteln.
  • ARS basiert seine Standardauswertungen auf SIR-Bewertungen; dabei werden Bewertungsergebnisse, die auf der Anwendung verschiedener Normen basieren, zusammengefasst.

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