Projekt

Daten internationaler Studien und Surveillance-Systeme belegen, dass die Entwicklung und die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zunehmen. Verlässliche und möglichst repräsentative Surveillance-Daten zum Auftreten und zur Verbreitung von resistenten Erregern und zum Antibiotika-Verbrauch sind notwendig um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Vor diesem Hintergrund wurde 2007 das Projekt "ARS - Antibiotika-Resistenz-Surveillance in Deutschland" im Rahmen der Ressortforschung des Bundesministeriums für Gesundheit initiiert und bis 2010 gefördert mit dem Ziel, ein kontinuierliches flächendeckendes Surveillance-System aufzubauen um repräsentative und aktuelle Daten zur Resistenzlage und zum Antibiotikaverbrauch zu erheben. Es sollten organisatorische und methodische Grundlagen geschaffen werden, die es erlauben die Resistenzsituation nach Versorgungsart und Region spezifisch zu erfassen und Veränderungen über die Zeit und in Abhängigkeit äußerer Einflussfaktoren zu erkennen.

Der mit ARS generierte Datenbestand soll auch für weitergehende wissenschaftlich Projekte zur Verfügung stehen.

Die erhobenen Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen eine wissenschaftlich belastbare Basis für Maßnahmen zur Begrenzung der Resistenzentwicklung und –ausbreitung wie z.B. die Erstellung von Therapieempfehlungen und Hygienerichtlinien bilden. Darüber hinaus soll die Arbeit von Entscheidungsträgern des öffentlichen Gesundheitswesens unterstützt werden.

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