Datenmanagement

Variablenplan

Der ARS-Variablenplan umfasst neben den Ergebnissen der mikrobiologischen Diagnostik bakterieller Infektionserreger Angaben zur Probe, zum Einsender der Probe und zum Patienten. Die folgende Abbildung gibt einen vereinfachten schematischen Überblick über die Datenstruktur:

Schematischer Überblick über die Datenstruktur Schematischer Überblick über die Datenstruktur Quelle: © Robert Koch-Institut

Datentransfer

Der Variablenplan wurde soweit formalisiert - zu einer sog. XML-Schema-Definition - dass sich auf dieser Basis ein automatisierter Datentransfer implementieren lässt, der den relevanten Datenausschnitt aus einem Quellformat - dem Labor-Informations-System (LIS) - in ein standardisiertes Zielformat abbildet.

Für die am weitesten verbreitete Labor-Statistik-Software ist ein Exportmodul entwickelt worden, das nach einer einmaligen laborspezifischen Konfiguration den Datentransfer vom Labor zum RKI automatisiert.

Für andere Softwareprodukte kann zur Entwicklung von Schnittstellen zum Datentransfer die technische Dokumentation angefordert werden (ARS@rki.de).

Datenschutz

Für die epidemiologische Auswertung ist eine Zuordnung der untersuchten Erreger zum Patienten, von dem die Probe entnommen wurde, erforderlich, um einerseits Mehrfachuntersuchungen statistisch kontrollieren zu können und andererseits Zusammenhänge zwischen Patientenmerkmalen und Resistenzen analysieren zu können.

Dazu wird die Original-Patienten-ID aus dem LIS durch eine andere eindeutige ID ersetzt, die mittels einer Hash Funktion (MD5 Verfahren) verschlüsselt wird. Die Verschlüsselung findet statt, bevor der Datensatz das Labor verlässt; eine Rückentschlüsselung ist nicht möglich. Ein herstellbarer Personenbezug zu den erhobenen Patientendaten ist nicht erforderlich und nicht vorgesehen. Ebenso ist weder eine Kontaktaufnahme mit behandelnden Ärzten oder Institutionen noch mit den Patienten vorgesehen.

Zentrales Datenmanagement

Das zentrale Datenmanagement umfasst folgende Komponenten:

  • Verarbeitung des Dateninputs: Validierung und Qualitätskontrolle der eingehenden Daten vor Übernahme in die zentrale Datenhaltung
  • interaktive Datenbank zur Bereitstellung von allgemeinen Referenzdaten zur epidemiologischen Situation und zeitlichen Entwicklung der Antibiotikaresistenz für die häufigsten bakteriellen Erreger
  • Feedbacksystem für ARS-Teilnehmer über passwortgeschützten Zugriff auf die Webdatenbank

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