ARS - Antibiotika-Resistenz-Surveillance

Die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen gegen Antibiotika hat sich weltweit zu einem gravierenden Problem der öffentlichen Gesundheit entwickelt, da dadurch die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten zunehmend erschwert wird. Als Reaktion darauf hat das Bundesministerium für Gesundheit die Deutsche Antibiotika Resistenzstrategie (DART) entwickelt. Eine zentrale Stellung nehmen dabei Surveillance-Systeme zur Antibiotika-Resistenz sowie zum Antibiotika-Verbrauch ein, um auf der Basis verlässlicher und repräsentativer Daten Maßnahmen zur Begrenzung des Problems ergreifen zu können.

Mit ARS - Antibiotika-Resistenz-Surveillance in Deutschland - wurde die Infrastruktur für eine flächendeckende Surveillance der Antibiotika-Resistenz etabliert, die sowohl die stationäre Krankenversorgung als auch den Sektor der ambulanten Versorgung abdeckt. Damit sollen belastbare Daten zur Epidemiologie der Antibiotika-Resistenz in Deutschland bereitgestellt sowie differentielle Aussagen nach Strukturmerkmalen der Krankenversorgung und nach Regionen möglich werden.

ARS ist konzipiert als laborgestütztes Surveillancesystem zur kontinuierlichen Erhebung von Resistenzdaten aus der Routine für das gesamte Spektrum klinisch relevanter bakterieller Erreger. Projektteilnehmer und damit Datenlieferanten sind Laboratorien, die Proben aus medizinischen Versorgungseinrichtungen und Arztpraxen mikrobiologisch untersuchen.

ARS als nationales Surveillance-Netzwerk ist Kooperationspartner des European Antimicrobial Resistance Surveillance Network (EARS-Net).

Aktuelles

  • 4. Workshop Antibiotikaresistenz am RKI

    Am 6. Dezember 2016 findet der 4. Workshop Antibiotikaresistenz am RKI, eine gemeinsame Veranstaltung von Robert Koch-Institut und der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM), im Kaiserin-Friedrich-Haus, Berlin statt. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus den Bereichen Labor, Klinik und öffentlichem Gesundheitsdienst und ist zur Zertifizierung als Fortbildungsveranstaltung bei der Ärztekammer Berlin angemeldet. Das Programm spannt einen weiten Bogen von verschiedenen Aspekten der Surveillance des Antibiotikaverbrauchs und der Resistenz in Human- und Veterinärmedizin bis zu nosokomialen Ausbrüchen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Antibiotikaverbrauch und –resistenz in der ambulanten Versorgung. Unter dem Titel „Der Siegeszug der MRGN-Terminologie zur Beschreibung von Multiresistenz - was bleibt auf der Strecke?“ erwarten wir eine kritische Bestandsaufnahme und kontroverse Diskussion.

    Programm
  • +++ 26.08.2016
    Resistenzdaten für das Jahr 2015 jetzt veröffentlicht! +++

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

©Robert Koch-Institut
Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt